Marita Lersner Von Gott will ich nicht lassen

2. Auf Gott will ich vertrauen,
weil er so menschlich ist.
Er will auf Menschen bauen,
die man sonst oft vergisst.
Für ihn sind Schiefe schön,
die Ausgegrenzten wichtig,
Und die Verwirrten richtig,
die Lahmen werden gehn.4. Gott hält dich in den Armen,
wenn Dunkel dich umgibt,
dir gilt all sein Erbarmen,
weil er dich so sehr liebt,
Er schenkt dir Wasser ein,
er singt dir seine Lieder,
Erscheint dir immer wieder
In Licht und Brot und Wein.
3. Vor Gott habe ich nichts mehr,
als meine bloße Hand,
nicht Geld, nicht Stolz, nicht Abwehr
und auch nicht den Verstand
Die Hand, die offen bleibt,
wird Wunder miterleben
und Segen weitergeben,
Und spür’n der Menschen Leid.5. Von Gott will ich erzählen,
mit Herzen, Mund und Hand.
Sonst würde es ja Fehlen,
was ich von ihm verstand.
Gott lebt!, das ist nun klar.
Wie es Maria hörte,
wie Thomas es auch spürte,
Esistnochheutewahr.

Text: Marita Lersner, Juli 2007